Exchange 2010 SP1 25. August 2010 No Comments

Microsoft hat mein Flehen erhört und bietet das SP1 seit heute zum Download an. Endlich ist ein Großteil der neuen Features von Exchange 2010 auch über die EMC konfigurierbar und für die geliebt und gehassten öffentlichen Ordner hat sich auch etwas getan;-)

Downloadlink

Viel Spaß beim Installieren wünscht,

Frank

Die Größe der Active Directory Datenbank (Teil 1) 10. Juli 2010 No Comments

Ab und zu kam in den einschlägigen Foren die Frage auf, wie groß wird denn die Active Directory Datenbank bei einer bestimmten Anzahl von Benutzern. Wenn man auf den Microsoft Technet Seiten stöbert, wird man auch hier keine definitive Aussage finden. Ein Grund dafür ist, daß natürlich keine Vorlage oder auch Tabelle die individuellen Vorgaben jedes einzelnen Netzwerkes bzw. Verzeichnisdienstes beachten kann. Wer zum Beispiel intensiv die einzelnen Attribute eines Benutzerobjektes pflegt, der muss logischerweise im Umkehrschluss auch mit einer größeren Active Directory Datenbank rechnen.

Ich möchte in der folgenden Artikelserie dem Administrator eine Übersicht geben, an der man ungefähr die zu erwartende Größe der Active Directory Datenbank abschätzen kann.

Teil Eins der Artikelserie betrachtet das Anlegen von Benutzerobjekten. Um hier sehr nahe an die tatsächliche Größe eines einzelnen Benutzerobjekts zu kommen, habe ich in 100.000er Schritten durch ein Powershellskript Benutzer angelegt. Meine Testumgebung stellt sich folgendermaßen dar:

Windows 2008 R2 Domänencontroller
Domänenname: spielwiese.de

Gefüllte Attribute beim Anlegen:

samAccountName: Gefüllt von 000000 bis 999999
UPN: Gefüllt von 000000@spielwiese.de bis 999999@spielwiese.de
name: 000000
distinguishedName: cn=000000,ou=test,dc=spielwiese,dc=de

Nach dem Intervall von 100.000 Benutzerobjekten hat mein Powershellskript die Größe der AD Datenbank gemessen. Anschließend wurde eine Defragmentierung der AD Datenbank durchgeführt und die Größe der Datenbank erneut gemessen.

User anlegen (vor Komprimierung)
Useranzahl Größe AD Datenbank in Bytes Differenz Größe User in KB
100000 471875584 452984832 4,42368
200000 1050689536 578813952 5,65248
300000 1635311616 584622080 5,7092
400000 2223710208 588398592 5,74608
500000 2809954304 586244096 5,72504
600000 3397869568 587915264 5,74136
700000 3979788288 581918720 5,6828
800000 4572692480 592904192 5,79008
900000 5134057472 561364992 5,48208
1000000 5716475904 582418432 5,68768

 

User anlegen (nach Komprimierung)
Useranzahl Größe AD Datenbank in Bytes Differenz Größe User in KB
100000 606093312 587202560 5,7344
200000 1182482432 576389120 5,6288
300000 1770242048 587759616 5,73984
400000 2360262656 590020608 5,76192
500000 2360262656 574914560 5,6144
600000 3546038272 610861056 5,96544
700000 4111204352 565166080 5,5192
800000 4716191744 604987392 5,90808
900000 5300084736 583892992 5,70208
1000000 5894103040 594018304 5,80096

Wie man in der zweiten Tabelle erkennen kann, sind die Messergebnisse wesentlich linearer als bei der ersten Messung. Die Ergebnisse sind darauf zurückzuführen, daß bei der ersten Messung natürlich noch viele Transaktionen nicht in die Datenbank geschrieben waren. Bei der offline Komprimierung werden diese natürlich mit in die Datenbank geschrieben. Deshalb ist die zweite Messung maßgebend. Abschließend kann man also sagen, daß die Größe eines Benutzerobjekts in der Active Directory Datenbank ungefähr 5,74 KB beträgt.

Im nächsten Artikel werde ich die Auswirkungen von Attributen auf die Größe der AD Datenbank betrachten.

Linux auf der Überholspur. 10. April 2010 No Comments

Heute musst ich mich auf der Autobahn zweimal kneifen und mindestens dreimal überprüfen, ob ich noch wach bin;-). Kurz vor meiner Heimatstadt überholte mich ein dänischer Peugeot Kombi und hatte ein seltsames Kennzeichen;-). Das Kennzeichen bestand nur aus fünf Buchstaben:

LINUX

Ich fand es cool. Leider hat meine Handykamera versagt und man sieht es nicht auf dem Foto:-(. Wenn man ganz genau hinsieht, dann kann man es eventuell erahnen…..

Kein Aprilscherz von Microsoft! 1. April 2010 No Comments

Schon wieder ist ein Jahr vergangen. Gerade habe ich von Microsoft die offizielle Mail bekommen, dass ich zum fünften Mal zum MVP für Directory Services ernannt wurde.

Ich kann dafür nur einfach Danke sagen und freue mich auf ein weiters Jahr mit den ganzen Tekkies;-). Mal sehen, was das neue MVP Jahr so alles bringt. Informationen was MVPs sind und was die so treiben findet Ihr hier:

MVP Programm

Allen anderen neu- oder wiederernannten MVPs gratuliere ich hiermit auch.

FSRM Beschränkungen aufheben 24. Januar 2010 No Comments

Seit der Einführung von Windows Server 2003 R2 ist es möglich, sich diverse Berichte über die Auslastung eines Fileservers erstellen zu lassen. Leider wird die Freude über das schicke Feature sehr schnell getrübt, denn alle Berichte sind in ihrem Informationsgehalt recht begrenzt. Wenn man sich z.B. alle Dateien von einem bestimmten Besitzer anzeigen lassen will, dann wird mit folgendem Bericht konfrontiert:

Ressourcen-Manager für Dateiserver

Man kann sich also nur die ersten 1000 Dateien für jeden Besitzer anzeigen lassen. Wenn man sich aber für einen einzelnen Benutzer alle Dateien anzeigen lassen will, die er momentan im Besitz hat, dann ist dieses Feature eher  nutzlos. Um trotzdem an diese Informationen zu kommen, war bis jetzt der Einsatz von Skripten oder auch Drittanbietertools notwendig.

Seit Windows Server 2008 ist es möglich, diese Beschränkungen aufzuheben. Allerdings geht das nicht über die grafische Benutzeroberfläche des “Ressourcen-Managers für Dateiserver”, sondern muss aufwendig über Skripting realisiert werden. Um die Sache etwas zu vereinfachen, habe ich das Powershell Skript “set-fsrmstoragereportlimit.ps1” erstellt. Damit können die einzelnen Beschränkungen relativ einfach angepasst werden.

##########################################
# Skript konfiguriert die Beschränkungen der FSRM Reports um.
#
# Einsetzbar ab Windows Server 2008
#
# Von Frank Röder 2010
# http://blog.iteach-online.de
#
##########################################
$values = @{"-maxfiles"=1;"-maxfilegroups"=2;"-maxowners"=3;
"-maxfilesperfilegroup"=4;"-maxfilesperowner"=5;"-maxfilesperduplgroup"=6;
"-maxduplicategroups"=7;"-maxquotas"=8;"-maxfilescreenevents"=9;
"-maxpropertyvalues"=10;"-maxfilesperpropertyvalue"=11}
 
$int64 = New-Object System.Int64
$fsrm = New-Object -comObject "fsrm.fsrmReportManager"
#prüfe ob Parameter übergeben wurden
if($Args.count%2 -eq 0 -and $Args.count -gt 0)
{
for($a=0;$a -lt $Args.Count;$a+=2)
{
if($values.containskey($Args[$a]) -and [System.Int64]::TryParse($Args[$a+1],[ref] $int64)){
"Setze neuen Wert für:" + [char]9 + $Args[$a]
"Alter Wert:" + [char]9 + $fsrm.GetReportSizeLimit($values.Item($Args[$a]))
"Neuer Wert:" + [char]9 + $Args[$a+1]
$fsrm.SetReportSizeLimit($values.Item($Args[$a]),$Args[$a+1])
}else{
parameters_alert
break
}
}
} else{
parameters_alert
}
function parameters_alert(){
 
Write-host "Falsche Anzahl an Parametern oder ungültiger Parameter! Gültige Parameter sind:" -foregroundcolor red
$values.Keys | ForEach-Object {$_ + [char]9 + "(Erlaubter Wert: 0 bis 9223372036854775807)"}
 
"Beispiel: set-fsrmstoragelimit.ps1 -maxfiles 50000"
}

Die Standardwerte für die einzelnen Werte sind:

Parameter Standardwert
MaxDuplicateGroups 100
MaxFiles 1000
MaxFileGroups 10
MaxFileScreenEvents 1000
MaxFilesPerDuplGroup 10
MaxFilesPerFileGroup 100
MaxFilesPerOwner 100
MaxFilesPerPropertyValue 100
MaxOwners 10
MaxPropertyValues 10
MaxQuotas 1000

Hinweis: Das Skript funktioniert nur unter Windows Server 2008 und kann nicht unter Windows Server 2003 R2 eingesetzt werden. Bei Windows Server 2003 R2 sind die Werte der Speicherberichte statisch hinterlegt!

Hier kann das Skript heruntergeladen werden: set-fsrmstoragereportlimit.ps1 Size: 906 bytes , 108 Hits

Zusätzliche Quellen:
MSDN